Die Viking III (IMO 6511128) war eine kleine "Weltreisende" der Meere. 1965 in Lübeck gebaut, wechselte sie im Laufe ihrer Karriere unzählige Male den Namen, die Reederei und die Route. Vom Ärmelkanal über Skandinavien bis ins Mittelmeer. Ihre bewegte Geschichte macht sie zu einer wahren Inspiration für Modellfreunde und Fährliebhaber.
Eine Fähre mit vielen Leben
Fährschiffe der 1960er- und 70er-Jahre üben bis heute eine ganz besondere Faszination aus. Eines dieser Schiffe ist die Viking III. Ein vielseitiges Arbeitstier, das im Laufe seiner Karriere viele Namen, Reedereien und Routen erlebte. Für Sammler und Liebhaber klassischer Fähren ist ihre Geschichte spannend und inspirierend zugleich.
Technische Daten der Viking III:
- Länge: 99,51 m
- Breite: 18,32 m
- Passagierkapazität: 940 Passagiere
- Autokapazität: 180 Fahrzeuge
- Tiefgang: ca. 4,50 m
- Antrieb: Zwei 12-Zylinder Pielstick-Lindholmens Dieselmaschinen
- Leistung: ca. 10.200 PS
- Geschwindigkeit: ca. 18,5 Knoten
- Bauwerft: Lübecker Maschinenbau AG, Deutschland
- Baujahr: 1965
Mit diesen Daten war die Viking III eine solide Mittelklasse-Fähre – perfekt für den kombinierten Passagier- und Fahrzeugtransport auf mittleren Routen.
Die Geschichte der Viking III
Die Laufbahn der Viking III ist ein Paradebeispiel für die Vielseitigkeit von Fährschiffen. Immer wieder wechselte sie Namen, Besitzer und Routen und blieb dabei doch stets ein zuverlässiges Bindeglied zwischen Ländern und Häfen.
1965: Stapellauf & Indienststellung
Gebaut in Lübeck, startete sie als Viking III für die Reederei Otto Thoresen Shipping Co. A/S. Ihre erste Route führte von Southampton nach Cherbourg und Le Havre.
1966-1967: Erste Charter
Bereits kurz nach ihrer Indienststellung wurde sie an die schwedische Reederei Lion Ferry verchartert und zwischen Bremerhaven und Harwich eingesetzt.
Ende der 1960er-Jahre: Zurück im Ärmelkanal
Nach dieser Charterzeit kehrte die Viking III auf ihre ursprünglichen Linien Southampton - Le Havre / Cherbourg zurück.
1970er-Jahre: Ein Schiff im Einsatz überall
In dieser Dekade häuften sich die Charterverträge: mal für Fred Olsen auf der Route Kristiansand - Hirtshals, mal als Tender für den französischen Luxusliner France in Le Havre. Auch skandinavische Verbindungen wie Larvik - Frederikshavn oder Felixstowe - Europoort gehörten zu ihrem Repertoire.
1980: Neue Routen
Die Fähre pendelte unter anderem zwischen Douglas und Heysham sowie zwischen Rosslare und Pembroke Dock (für B&I Line).
1982: Ein neuer Name: Terje Vigen
Die Reederei DA-NO Linjen A/S aus Norwegen kaufte die Fähre und taufte sie auf den Namen Terje Vigen. Damit begann eine neue Etappe in nördlichen Gewässern.
1986-1990: Vom Scandinavia zur Fenno Star
In dieser Zeit wechselte die Fähre mehrfach den Besitzer und den Namen. Besonders im Ostseeraum wurde sie eingesetzt.
Den Zeitraum von 1990 bis zum Ende der Viking III werden wir in einem weiteren Logbuch Eintag näher beleuchten.
Warum die Viking III ein Modell verdient
Für Sammler und Modellbauer ist die Viking III ein Schiff mit vielen Geschichten. Ihre wechselnden Namen und Betreiber machen sie zu einer kleinen Weltreisenden. Der elegante Rumpf, die kompakten Maße und die typischen Fährlinien der 1960er- bis 1990er-Jahre machen sie zu einer echten Inspiration für Modellfreunde.
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